Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS)

AWO JaS Allgemeine Informationen:
Seit dem Schuljahr 2004/2005 bietet die AWO Kinder und Jugend gGmbH, ein Unternehmen des AWO Kreisverbandes Dachau e.V., die Jugendsozialarbeit an Schulen für die Mittelschule an der Anton-Günther-Straße in Dachau an.

Die Maßnahme wird vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration im Rahmen eines staatlichen Förderprogramms mitfinanziert. Den Großteil der Aufwendungen steuern das Landratsamt Dachau und die Stadt Dachau bei.

Neben umfangreichen Hilfen für SchülerInnen und deren Eltern, funktioniert die Jugendsozialarbeit an Schulen als intensivste Form der Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule unter Federführung des Jugendamtes. Gesetzliche Grundlage der Jugendsozialarbeit an Schulen ist der § 13 SGB VIII. Darin heißt es unter Punkt (1) "Jungen Menschen, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind, im Rahmen der Jugendhilfe sozialpädagogische Hilfen angeboten werden, die ihre schulische und berufliche Ausbildung, Eingliederung in die Arbeitswelt und ihre soziale Integration fördern." Weiterführende Informationen zur JaS finden Sie unter: http://www.stmas.bayern.de/jugend/sozialarbeit/jas.php

Kernarbeitsfeld der Maßnahme ist der Lebensraum Schule, in einigen Fällen auch darüber hinaus. Das Angebot der Jugendsozialarbeit an Schulen ist auf die Bedürfnisse der Schule und vor allem deren Schülerinnen und Schüler abgestimmt.

Zielsetzung
Das Ziel der Jugendsozialarbeit an Schulen ist es, junge Menschen zu fördern, damit sie sich zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten entwickeln. Jugendsozialarbeit an Schulen unterstützt dabei speziell Jugendliche, die durch Benachteiligung bzw. zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen auf Unterstützung angewiesen sind.

Durch das Aufgreifen individueller Problematiken, durch Unterstützung und Begleitung in schwierigen Lebenssituationen, durch soziale Gruppenangebote und die Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler für einen friedvollen Umgang untereinander, gelingt der Jugendsozialarbeit an Schulen eine passgenaue und ggf. nachhaltige Unterstützung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen. Ebenso gehört die Vermittlung der Schülerinnen und Schüler an weitergehende und außerschulische Hilfsangebote zu den Aufgaben der Jugendsozialarbeit.

Die Kooperation mit Eltern, Schulleitung, Lehrkräften, Arbeitsagentur und weiteren Einrichtungen der Jugendhilfe schafft ein Netzwerk an Möglichkeiten, welches auf Dauer wirksam arbeitet.

Angebote und Methoden
Die Angebote der Jugendsozialarbeit an Schulen richten sich an junge Menschen, die eindeutig der Zielgruppe des §13 SGB VIII zuzuordnen sind. JaS richtet sich NICHT an die gesamte Schülerschaft.

Die Beratung junger Menschen durch die JaS erfolgt nach Bedarf im Rahmen einer sogenannten Einzelfallhilfe. Sie soll jungen Menschen helfen, Lebensbewältigungsstrategien für den Alltag, Schule, Ausbildung und Beruf zu entwickeln. Bei Bedarf werden auch Eltern und weitere Erziehungsberechtigte in die Beratung mit einbezogen, insbesondere dann, wenn familiäre, erzieherische oder andere Problemlagen ihren Ursprung in der Familie haben. Bei gravierenden familiären oder erzieherischen Problemen kann auch das Jugendamt einbezogen werden, um weitere Leistungen in Anspruch zu nehmen.

Unsere Angebote umfassen unter anderem:
- Einzelfallhilfe
- Beratung bei sozialen und erzieherischen Problemlagen
- Unterstützung bei der Berufsfindung und Bewerbung
- Themenabende (z.B. zum Thema "Berufswahl")
- Soziale Gruppenarbeit in der Schule (z.B. geschlechtsspezifische Angebote)
- Soziales Lernen in Klassen

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